Windmessung, Auswertung, Ertragsprognose




Lesen Sie hierzu bitte auch die allgemeinen Hinweise im Menüpunkt Standort
Auf Grund der zahlreichen geschilderten Einflüsse empfehlen wir eine Windmessung.
Die Messung sollte über wenigstens drei Monate erfolgen und die Werte in kurzen Abständen von max. einer Stunde, besser Mittelwerte in 10-Minuten-Intervallen tabellarisch gespeichert werden. Je nach Windverhältnissen (böig, turbulent oder kontinuierlich) ist auch ein kürzeres Intervall und die Erfassung der maximalen und minimalen Werte im Intervall vorteilhaft für die anschließende Auswertung.

Windmessung

Möglichkeiten:
  • Unser Windmesssystem zur Miete inklusive Auswertung. Windmessservice mit verschiedenen, bedarfsgerechten Systemen. Der Preis für die dreimonatige Miete des Windmesssystems mit Datenaufzeichnung ohne Mast ab 580 Euro und mit Mast ab 690 Euro netto inkl. Basisauswertung. Vorteile bei der Nutzung unseres Windmessservice: Die Windgeschwindigkeit wird auf zwei Höhen gleichzeitig gemessen. Dadurch lassen sich Parameter bestimmen, welche zur Hochrechnung auf höhere Nabenhöhen benötigt werden. Zusätzlich erhalten Sie eine Aussage über die Turbulenzen vor Ort. Turbulenzen haben einen sehr starken Einfluss auf die nutzbare Windenergie und damit auf den Ertrag.
    Bei anschließender Bestellung einer Anlage ab 10kW bei uns erhalten Sie eine Gutschrift für einen Teil dieser Kosten. Die Auswertung beinhaltet optional die Standortbeurteilung mit Ertragsprognose für die favorisierte Windkraftanlage.
  • Windmessung mit Ihrem eigenem Windmesssystem / Wetterstation mit DFÜ auf den PC.
    Diese Variante wird empfohlen bei Messungen über einen längeren Zeitraum bzw. an mehreren Standorten.


Auswertung

Nach frühestens drei Monaten kann man durch den Vergleich mit den zeitgleich gemessenen Werten und den langfristigen Werten der ortsnahen Windmeß- oder Wetterstationen eine näherungsweise Korrelation erstellen und so den geschätzten Jahresertrag berechnen.

Ertragsprognose

Der Ertrag errechnet sich aus den ausgewerteten Windmeßdaten und der Leistungskurve der Windkraftanlage. Hinzu kommen standort- und anlagenspezifische Faktoren.

Gerne senden wir Ihnen auf Anfrage unser Angebot Windmessung mit Auswertung und Ertragsprognose.

Allgemeines über Windenergie

Die Leistung des Windes errechnet sich aus: P = ½ * rho * A * v ³
P Leistung des Winds in Watt, rho Luftdichte
A überstrichene Rotorfläche bei horizontalen WKA (anders bei vertikalen WKA, je nach Form)
v Windgeschwindigkeit geht in dritter Potenz in die Leistung ein!

Auf Grund dieser Abhängigkeit ist es für die Ertragsbestimmung wichtig, die Windgeschwindigkeitsverteilung auf die Jahresstunden zu berücksichtigen. Siehe auch Diagramm unten.

Auch in Hinsicht auf die Nutzung zur Heizungsunterstützung ist die Verteilung sehr wichtig. Windenergie ist im Gegensatz zu Sonnenenergie gerade vermehrt zu kälteren Jahreszeiten verfügbar. Somit kann dieser Strom zur Warmwassererzeugung, Betrieb einer Wärmepumpe oder Infrarotheizstrahlern genutzt werden.




Folgende zwei Beispielrechnungen veranschaulichen den Einfluss der Geschwindigkeitsverteilung auf den Jahresertrag bei gleicher mittlerer Jahresgeschwindigkeit.

1. Durchschnittliche Windgeschwindigkeit in 5 m/s multipliziert mit dem Wert aus der
    Leistungskurve der horizontalen Anlage mit 10kW: 1.200W x 8760h = 10.512kWh pro Jahr

2. Berechnung mit einer Geschwindigkeitsverteilung entsprechend obiger Verteilung
    ca. 18.000kWh pro Jahr

   
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